Nach dem gestrigen Ruhetag geht es heute in gewohnter Manier weiter. Herrlicher Sonnenschein begleitet uns und einer nach dem anderen verlässt den schönen Campingplatz Richtung Tallinn. Kurz nach Abfahrt passieren wir Valaste und können uns dort den 26 m hohen Wasserfall ansehen. Ehrlicherweise muss man zugeben, dass er bei einem Vergleich mit den Niagara-Fällen schlecht abschneidet, aber dafür kann man hier über 360 Stufen neben dem Wasserfall in die Tiefe gehen. Durch Haljala mit seiner Wehrkirche erreichen wir Sagadi und schauen uns dort das Gut Palmse an. Rund 250 Jahre residierte hier die deutsch-baltische Familie von der Pahlen. Man erhält hier einen guten Eindruck davon, wie der deutsche Adel früher lebte. Im Park sind Teiche angelegt, es gibt ein Badehaus, eine ehemalige Schnapsbrennerei und ein Palmenhaus.
Durch Käsmu, der Ort war im 19. Jahrhundert ein wichtiger Reedereiplatz mit einer Seemannsschule, an der Kapitäne von 1885 – 1931 ihr Handwerk lernten, durchfahren wir Vinistu, mit seinem Kunstmuseum und einem sehr guten Restaurant am Meer. Dann erreichen wir auch bald unseren Campingplatz in Saue, einen modernen Stellplatz mit großzügiger Aufteilung, den man so nicht erwartet hat. Unsere abendliche Besprechung beginnt mit der Begrüßung unseres verlorenen Sohnes Wilfried, der nach erfolgreicher Reparatur seines Wohnmobiles heute wieder zu uns gestoßen ist. Da morgen die Stadtbesichtigung von Tallinn ansteht, ist nicht viel zu bereden und die Gruppe löst sich heute etwas früher auf. Es scheint, als wirke der gestrige Abend noch etwas nach.


































