Adria Ost – Tag 10: Split – Grenze – Mostar

Heute führte uns unsere Route nach Bosnien-Herzegowina. Unser Ziel: Mostar, die Metropole der Herzegowina. Morgen werden wir die Stadt mit ihrer weltberühmten Brücke, der Stari Most, erkunden – ein Bauwerk, das während des Krieges gesprengt und mithilfe der UNESCO originalgetreu wieder aufgebaut wurde. Das Wetter zeigte sich heute eher wechselhaft: Bei bedecktem Himmel regnete es immer wieder. Doch die Fahrt entlang der Makarska-Riviera war trotzdem ein Erlebnis. Die Küste mit ihren Pinien, dem türkisblauen Meer und den weißen Kiesstränden gilt nicht umsonst als eine der schönsten Strecken Kroatiens. Unterwegs passierten wir bekannte Orte wie Brela und Baška Voda, die mit ihren langen Stränden und dem klaren Wasser im Sommer zu den beliebtesten Ferienzielen gehören. Auch von hier boten sich uns immer wieder eindrucksvolle Ausblicke auf die vorgelagerten Inseln wie Hvar oder Brač.


Auf dem ersten Abschnitt unserer Strecke sahen wir jedoch auch die Folgen eines Großbrandes: Über Kilometer hinweg waren ganze Waldflächen verbrannt, die Bäume verkohlt. Ein trauriger Kontrast zur ansonsten so prachtvollen Landschaft.


Vor der Grenze reihten sich am Straßenrand zahlreiche Verkaufsstände aneinander. Angeboten wurden Honig, Slibowitz und frisches Obst. Besonders auffällig waren die vielen Mandarinen, die gerade Saison haben – ganze Plantagen leuchteten direkt neben der Straße in kräftigem Orange.


Nach der Grenze änderte sich die Landschaft merklich. Wir machten Halt bei der Burg Počitelj, die sich malerisch über den Hang erhebt und als wichtiger Zeuge osmanischer Baukunst gilt.


Im Laufe des Tages kamen schließlich alle gut an unserem Campingplatz bei Mostar an. Schon beim ersten Blick waren wir uns einig: Das ist der bisher schönste Platz unserer Route – idyllisch gelegen, gepflegt und ein wunderbarer Ort, um die nächsten Erlebnisse vorzubereiten.