Sardinien II – Tag 16: Stintino – Bootsfahrt nach Asinara

Busfahrer Pierro brachte uns an die Anlegestelle bei Stintino, wo uns unser heutiger Guide Clara empfing. Sie begleitete uns mit ihrem guten Fachwissen den ganzen Tag. Die Überfahrt zur Insel dauerte 20 Minuten bei mäßigem Wellengang. Die Insel steht seit 2002 unter Schutz als Nationalpark. Eine der vielen Besonderheiten sind die wilden weißen Esel, vielleicht eine genetische Pigmentvariante oder aber im 18. Jahrhundert aus Kleinasien importiert. Die auf der Insel lebenden Mufflons zeigten sich nicht, dagegen viele Ziegen. Schon Ende des 19. Jahrhunderts legte der Staat eine Strafkolonie an, die viele österreichische/ungarische Gefangene des 1. Weltkrieges beherbergte. In den 1970er Jahren wurde ein Hochsicherheitstrakt errichtet, hauptsächlich genutzt für Mafiosi und Terroristen. 1998 wurden die Gefängnisse aufgelöst und somit für uns als Touristen zugänglich gemacht. Die Insel durchfuhren wir mit einer „Bimmelbahn“, mit vielen Stopps und Erzählungen von Guide Clara. Da die Insel für Besucher in drei Zonen eingeteilt ist, kann man sich nicht überall frei bewegen. Damit unterwegs der Hunger nicht zu groß wurde, gabs eine überschaubare Portion Rigatoni mit einer Meerestiersauce auf dem Schiff. Gegen 16 Uhr gings dann mit Boot und Schiff zurück zum Campingplatz. Alles in allem ein interessanter, aber auch kalter, zugiger Tag.