
Wir fahren heute bis Hamburg weitgehendst an der Elbe entlang, nur fließt sie den größten Teil hinter dem Deich, sodass wir sie mehr erahnen als sehen. Die Gegend trägt den großen Namen „Biosphärenreservat Elbe“ – um uns breitet sich eine weite und schöne Landschaft aus, vorwiegend landwirtschaftlich geprägt. Ortschaften mit vielen Fachwerk- und Backsteingebäuden, ländlich sittlich, aber wunderschön!
Das Storchendorf Rühstadt trägt seinen Namen zurecht. Auf fast jedem zweiten Haus sieht man ein Storchenest. Als wir vor drei bis vier Wochen auf der Vortour durchs Dorf fuhren, wurden in allen Nestern von den Eltern die Jungen gefüttert. Nur ganz klein kann man sie bei der Entfernung auf dem Foto sehen!
Aber als wir heute vorbeifahren, waren alleNester leer. Durch unsere Frage an eine Dorfnrwohnerin erfuhren wir, dass die Storchenkinder flügge waren und Eltern wie Kinder das Nest verlassen haben. Vielleicht sind sie schon in den Süden geflogen – so früh schon? Aber es hat sich ja manches verändert in unserer Natur!
In Salzwedel kündigt ein Ladenschild an, dass hier die älteste Baumkuchenbäckerei steht. Überhaupt ist Salzwedel die Geburtsstadt des Baumkuchens, für den es viele Rezepte gibt, der aber heutzutage mit speziellen Backapparaten hergestellt wird.
Ein Rundlingsdorf ist ein Dorfensemble, bei dem die Höfe mit den Frontseiten einen großen Dorfplatz einkreisen.
Wit fahren auf der deutschen Fachwerkstraße.
Die massive Burgfestung Dömitz besuchen wir als letzte Besonderheit, bevor wir Hamburg erreichen. Es ist eine sehr gut erhaltene Anlage, in deren Zitadelle der bekannte Schriftsteller Fritz Reuter einen Teil seiner Haftstrafe aus politischen Gründen verbüßte.