Unser heutiges Tagesziel ist ein Campingplatz in der Nähe von Kavala. Für die knapp 250 Kilometer haben wir fünf Stunden Fahrzeit veranschlagt. Aber unterwegs gibt es neben abwechslungsreicher Landschaft einiges zu entdecken. Ein erster Kaffeestopp bietet sich im Hafen des kleinen Küstenortes Pyradikia an. In Olympiada laden weitere Cafés und Restaurants ein. Wir folgen der alten Verbindungsstraße Istanbul – Thessaloniki. Seit dem Bau der Autobahn wird sie fast ausschließlich von Touristen befahren, da sie direkt am Meer entlang führt. In Asprovalta kann man für eine Pause sehr schön am Strand stehen. Am alten byzantinischen Turm machen wir ein Foto, bevor wir die sehr sehenswerte Stadt Kavala erreichen. Die „Blaue Stadt“ schmiegt sich beeindruckend an die Hänge des Simolo-Berges. Besonders sehenswert sind der Hafen, an dem der Apostel Paulus erstmals in Europa an Land ging, und das Aquädukt, das Wahrzeichen der Stadt. Es stammt aus dem 16. Jahrhundert und war früher Teil der Stadtmauer. Es hatte ehemals 60 Bögen mit bis zu 52 Metern Höhe. Natürlich gibt es noch weitere Sehenswürdigkeiten, die einen Stadtbummel lohnenswert machen. Dazu zählen das Rathaus aus dem 19. Jhd., die Kirche des hl. Paulus (Schutzheiliger der Stadt), die städtische Bibliothek, das Kloster der Lazaristen, der Tabakspeicher und die 1425 von den Türken und Venezianern erbaute alte Festung. Nach weiteren 20 Minuten erreichen wir den Campingplatz. Da er über einen eigenen Strand verfügt und es wieder sehr heiß ist, zieht es einige noch ins Wasser. Die Liegen am Strand finden ebenfalls ihre Liebhaber. Einige Teilnehmer kommen etwas später an. Sie haben noch die Ausgrabungsstätte der antiken Stadt Philippi, zum UNESCO Weltkulturerbe gehörend, besichtigt. Philippi gilt als älteste christliche Gemeindegründung Europas. Um 18 Uhr besprechen wir noch die nächsten beiden Tage. Nachdem Margit für jeden Melone ausgeteilt hat, spendiert Maria, die Chefin des Platzes, dazu leckeren Orangenkuchen. Danach lockt das Restaurant des Campingplatzes zur Einkehr. Das Abendessen direkt am Meer hat schon etwas für sich. Wenn wir auf’s Meer schauen sehen wir Thassos, unser morgiges Ziel. So geht wieder ein schöner Reisetag zu Ende.





















