Eine große Transportstrecke hatten wir heute zu bewältigen. 322 km lagen heute vor uns. Ein Highlight lag auf der Strecke. Wir besuchten die Lagerräume der Destillerie Remy Martin. Mit einem Bähnchen wurden wir an einige der vielen Lagerräume gefahren und bekamen hier Informationen der Firma und zur Herstellung des „Goldes“. Hierzu wird Champagner 2-mal destilliert, um dann in selbst gefertigten Eichenholzfässern 5/10/30 Jahre zu lagern. Ein Kellermeister komponiert hieraus den Cognac des Jahres mit der bekannten Geschmacksrichtung. In den Tiefen des Kellers lagern dann die Fässer, z. B. der älteste Rémy Martin von 1811. Nach Verkostung eines Drinks mit verschiedenen Fruchtsäften und Rémy Martin und einem Gläschen des Jahres-Cognacs setzte jedes Fahrzeug die Reise fort, um ans Ziel, die Düne von Pilat, zu kommen. Wir haben ausgerechnet, dass bei einem geschätzten Literpreis von 40 Euro ein Fass einen Wert von rund 1,25 Mio. hat. Und dann die Dune du Pilat, die schon etwas Besonderes ist. Höhe: etwa 100–110 Meter (sie verändert sich ständig durch Wind, die Länge beträgt ca. 2,7 Kilometer, die Breite etwa 500 Meter). Sie hat eine Sandmenge von ungefähr 60 Millionen Kubikmetern. Ein typischer großer Sattelzug transportiert ungefähr 25 Tonnen Sand und das entspricht etwa 15 Kubikmetern Sand. Bei rund 60 Millionen Kubikmetern Sand ergibt das ungefähr 4 Millionen voll beladene Sattelzüge. Würde man diese hintereinanderstellen, ergäbe das eine Lkw-Schlange von ungefähr 60 000 Kilometern — also anderthalbmal um die Erde. Lassen wir den Sand lieber liegen; sonst gäbe es noch mehr Staus. Die Düne wandert jedes Jahr mehrere Meter landeinwärts und „verschluckt“ langsam Wald und Straßen. Von oben hat man einen spektakulären Blick auf den Atlantik, den Wald der Landes und das Bassin d’Arcachon. Am Ende des Tages ließ sich ein Großteil der Reisetruppe in dem Restaurant am CP und ließ sich Pizza oder Fish und Chips schmecken. Morgen geht es zurück in das „Weinland“.



















