Heute wartet eines der großen Highlights unserer Reise auf uns: der Ätna – mit rund 3.300 Metern der höchste aktive Vulkan Europas. Um 09:00 Uhr starten wir mit dem Bus und fahren zunächst ein wenig ins Ungewisse. Nach den Wettervorhersagen der letzten Tage ist lange nicht sicher, ob wir überhaupt hinauf können. Unten am Meer zeigt sich das Wetter noch von seiner besten Seite, doch je näher wir dem Vulkan kommen, desto rauer werden die Bedingungen.
Oben angekommen wird schnell klar: Die Seilbahn fährt heute wegen des starken Windes nicht. Trotzdem gibt es grünes Licht für die Auffahrt mit speziellen Unimog-Fahrzeugen bis zur Mittelstation. Dort steigen wir erneut um – und dann beginnt unser kleines Abenteuer am Ätna. Die Warteschlangen sind lang und wir brauchen Geduld, doch spätestens bei der Auffahrt werden wir belohnt.
Mit jedem Höhenmeter verändert sich die Landschaft: schwarze Lavafelder, meterhoher Schnee und beeindruckende Ausblicke bis hinunter zur Küste Siziliens.
Der Ätna prägt die Insel seit Jahrtausenden. Schon die Griechen glaubten, dass unter ihm die Schmiede des Gottes Hephaistos lag. Bis heute verändert der Vulkan durch seine Ausbrüche ständig die Landschaft und gehört zu den aktivsten Vulkanen der Welt. Oben angekommen spüren wir schnell die extremen Bedingungen. Bei Temperaturen um den Gefrierpunkt, Windgeschwindigkeiten bis zu 70 km/h und Sturmböen von bis zu 90 km/h kämpfen wir uns bei einer kurzen Wanderung durch Schnee, Wind und die dünnere Luft. Doch genau diese raue Atmosphäre macht den Moment so besonders. Bei der Rückfahrt heißt es dann erneut: warten und anstehen. Deutlich später als geplant erreichen wir wieder die Talstation und treten schließlich die Rückfahrt zum Campingplatz an.
Am Abend lassen einige aus der Gruppe den ereignisreichen Tag noch gemeinsam im Restaurant am Campingplatz ausklingen.


















