Am Dienstag durften wir etwas länger schlafen. Der Bus startete um 9 Uhr. Die Fahrkünste der Italiener und vornehmlich die der Motorrad- und Rollerfahrer waren schon atemberaubend anzusehen, denn auch die kleinste Lücke wird gnadenlos ausgenutzt, wenn sie einem einen Vorteil verschafft. In der Stadt erwartete uns unsere örtliche Reiseleiterin Lydia für den heutigen Spaziergang durch das antike Rom. Zuerst warfen wir von oben einen Blick ins Forum Romanum und bekamen einen kurzen Abriss über die römische Geschichte. Weiter ging es am Monumento Nationale a Vittorio Emanuele II, das Lydia als Olivetti-Schreibmaschine bezeichnete, und am Kolosseum vorbei zur Kirche St. Paul in den Ketten, wo wir das von Michelangelo gestaltete Grabmal für Pabst Hadrian bewundern konnten. Anschließend liefen wir wieder Richtung Kolosseum und dort zum Mittagessen, das erneut einen Hochgenuss der italienischen Küche bot. Nachmittags fuhren wir mit dem Bus zu den San-Sebastian-Katakomben, einer beeindruckenden Gräberwelt unter dem antiken Rom. Während der 45-minütigen Führung durch diese „Unterstadt“ wurde uns anhand der noch vorhandenen Überreste alles Geschichtliche dazu erklärt. Den Abschluss des Tages bildete der Besuch der monumentalen Kirche St. Paul vor den Mauern, eine der sieben Pilgerkirchen Roms. Die Papstbasilika wurde zwischen 1823 bis 1854 erbaut. Beeindruckend sind die vielen mit Gold verarbeiteten Kunstwerke, samt Deckenkonstruktion sowie die Amulette, die alle Päpste im Porträt zeigen. Nach diesem ausgefüllten Tag mit den vielen Eindrücken mussten wir von Lydia Abschied nehmen und der Bus brachte uns zurück zu unserem schönen Campingplatz.

























