Vor uns liegt die Hauptstadt des Hethiterreiches, Hattusa. Wir sind auf einem ausgebauten Hänger, der von einem Traktor gezogen wird, am Vormittag aufgebrochen, um dieses UNESCO-Weltkulturerbe zu besichtigen. Wissenschaftler forschen immer noch, woher die Hethiter um 1600 v. Chr. nach Hattusa kamen und weshalb sie um 1200 v. Chr. die Stadt verließen und wohin sie zogen. In der Zwischenzeit jedoch waren sie ein mächtiges Volk, welches Anatolien und das nördliche Syrien eroberte. Mit einem anderen mächtigen Gegner schlossen sie den ersten schriftlichen Friedensvertrag der Welt, bekannt als der Vertrag von Kadesch. 1259 v. Chr. wurde zwischen Ramses II. von Ägypten und dem hethitischen König Hattusili III. nach der Schlacht von Kadesch vereinbart, sich gegenseitig nicht mehr anzugreifen. Wie dieses Volk lebte und es schaffte, eine solche Macht zu entwickeln, können wir anhand der beeindruckenden 3.300 Jahre alten Reste der Hauptstadt nur annähernd nachvollziehen. Jedoch ist das Ausmaß der Stadt mit ihren Stadtmauern und Gebäudegrundrissen beeindruckend. Nach unserer abendlichen Besprechung und einem anschließenden gemeinsamen Essen hilft uns ein Film des ZDF „Brennpunkt Hattusa – Machtzentrale der Hethiter“, den wir auf einer Leinwand im Restaurant ansehen können, dabei, vieles von dem Gesehenen zu verstehen. Auch dieser Tag wird ein wichtiger Mosaikstein im Verständnis der Geschichte Anatoliens bleiben.























