Ein ruhiger Abend mit Campertafel und lauen Temperaturen rundet unseren Ruhetag ab. Die Tische stehen im Schein der Lampen und wir fühlen uns bestens gerüstet für das nächste Stück unserer Reise.
Am Morgen rollen wir Richtung Süden. Die Landschaft wirkt wie eine sanft schwingende Savanne. Korkeichenfelder begleiten uns, ihre knorrigen Stämme erzählen vom langen Leben und der Kunst, Rinde immer wieder neu hervorzubringen. Hoch oben über den Fernleitungen finden wir die heimlichen Stars des Tages: unzählige Störche und ihre kunstvoll geschichteten Nester auf den Strommasten. Ganze Kolonien thronen dort wie elegante Nachbarn über den Dingen.
Nach der Überquerung der beeindruckenden Stahlkonstruktionsbrücke in Alcácer do Sal gönnen wir uns einen Spaziergang durch den kleinen Ort. Fassaden verschiedenster Farben und Stile schmiegen sich an die engen Gassen. Hier ein Hauch maurischer Ornamente, dort moderne Akzente, dazwischen das Lachen aus Straßencafés.
Weiter südlich in Santiago do Cacém entdecken wir eine instand gesetzte Windmühle. Die Flügel schneiden gemächlich durch die Luft, als würden sie Geschichten über vergangene Ernten und alte Zeiten bewahren.
Unser Tagesziel schließlich: der riesige Campingplatz von Vila Nova de Milfontes. Ein Platz, so groß, dass man fast einen Stadtplan braucht, um nicht verloren zu gehen. Vor uns liegen fantastische Strandlandschaften, selbst im herbstlich-regnerischen Wetter beeindruckend. Das Grau des Himmels lässt die Wellen dramatischer wirken und schenkt dem Meer einen geheimnisvollen Glanz.

































