
Heute liegt ein etwas längerer Fahrtag vor uns. Es werden von Kuga zwei Abstecher empfohlen und sind auch in unseren Geräten einprogrammiert. Da wir dann auf insgesamt ca. 300 Kilometer kommen, entscheiden sich fast alle Reiseteilnehmer, maximal nur einen davon einzuplanen. Der erste Abstecher würde uns nach Mykene führen. Ein Besuch dieser bedeutenden archäologischen Stätte verdeutlicht uns die Macht und Größe der Mykenischen Kultur in der Zeit zwischen 1500 und 1200 v. Chr.. Bei einem Rundgang durch die Ausgrabungsstätte beeindruckt vor allem das berühmte Löwentor, durch das man die Burganlage betritt. Weiter kann man verschiedene Königsgräber und die Überreste des Palastes, dem Mykenischen Königssitz, entdecken. Dieser Abstecher ist besonders für archäologisch Interessierte gedacht. Aber auch heute gibt es Liebhaber für Mykene. Für uns alle geht es weiter nach Nafplio, der ersten Hauptstadt Griechenlands in der Neuzeit. Hier lohnt ein kleiner Stadtbummel. Zwischen Leonidi und Kosmas haben wir einen schönen Blick zum Kloster Elona, welches hoch im Berg dicht am Felsen „klebt“. Den Aufstieg ersparen wir uns und fahren weiter in die schöne Bergwelt hinein. Nachdem wir die Passhöhe von fast 1300 m ü. NN überquert haben, kommen wir zu unserem zweiten Abstecher für heute. Er führt uns nach Monemvasia, einer kleinen Stadt, traumhaft auf einem 300 m hohen Felsen gelegen. Schon im sechsten Jahrhundert zogen sich byzantinische Griechen auf diesen 300 m breiten und 1700 m langen Kalksteinklotz zurück. Sie suchten dicht an der Küste Schutz vor den Slawen und in späterer Zeit vor den Arabern. Nur ein Tor durch die im 16. Jahrhundert errichtete Stadtmauer ermöglicht den Zugang zur Stadt. Sie ist so positioniert, dass sie vom Festland aus nicht zu sehen ist. Heute finden wir hier ein völlig autofreies kleines Städtchen mit hübschen Gässchen und viel Tourismus vor, was aber allemal sehenswert ist. Wir fahren zurück auf unsere Route und erreichen, nachdem wir das Städtchen Gythio passiert haben, unseren Campingplatz. Er liegt wieder direkt am schönen Sandstrand. Das ist für einige auch der Grund, die Abstecher wegzulassen und nur die sehr schöne Landschaft entlang der Strecke zu genießen. Am Abend findet dann noch eine Abstimmung für die morgige Rundfahrt statt. Auch das Restaurant des Campingplatzes lädt zu einem Besuch ein. Alle genießen wir den Abend direkt am Meer.