Schnuppertour Skandinavien – Tag 14: Stadtbesichtigung Malmö

Die moderne und sich ständig verändernde Stadt Malmö hat alle Gäste begeistert. Einen wesentlichen Anteil daran hatte unser Fremdenführer, der seine Stadt bestens kannte. Vor allem auch die städtebauliche Entwicklung mit seinen modernen Wohnkonzepten und dem Augenmerk auf Nachhaltigkeit hat er uns nähergebracht. Dies alles führt, gemeinsam mit den angebotenen Jobs und der Ansiedlung von innovativen Firmen, dazu, dass das durchschnittliche Alter der Bevölkerung unter 45 Jahren ist. Hilfreich ist in diesem Zusammenhang auch, dass viel für Familien getan und gefördert wird. Angefangen hat die Tour natürlich mit dem obligatorischen Stopp an der Aussichtsplattform zur berühmten Öresundbrücke. Im Anschluss besuchten wir ein neues Wohnviertel, in dessen Mitte der ehemaligen Kalksteinbruch in Limhamn/Malmö (nahe zu unserem Campingplatz) der heute als Naturschutzgebiet dient. Es ist ein tiefer Tagebau, der für den Abbau von Kalkstein genutzt wurde und heute ein beliebter Ort für Radtouren und Spaziergänge ist. Der Limhamn Kalksteinbruch ist einer der größten seiner Art in Nordeuropa und hat eine Tiefe von 65 Metern und eine Fläche von 1300 mal 800 Metern. 1994 wurde der Tagebau eingestellt und das Gelände ein Naturschutzgebiet umgewandelt. Es ist bekannt für seine seltenen Pflanzen und Tiere. Der Tagebau ist auch aus historischer Sicht interessant, da er die Basis für die Jesus-Statue in Rio de Janeiro lieferte. Erstmals gemeinsam genießen konnten wir auch das typisch schwedische Fika, als gemeinsames Kaffeetrinken in aller Ruhe und natürlich mit leckerem Gebäck.


Nach der köstlichen Stärkung, meist wurde natürlich die klassische Kanelbulle (Zimtschnecke) gewählt, ging es weiter in das moderne und durchdacht nachhaltige Wohnviertel auf dem Gelände der ehemals größten Werft, inklusive dem neuen Wahrzeichen der Stadt, dem „Turning Torso“ – ein extrem spannendes Wohngebäude, zu dessen Entstehung wir viel Hintergrundwissen vermittelt bekommen haben. Der komplette Spaziergang war äußerst kurzweilig durch ein anschauliches Projekt der modernen Stadtentwicklung, der vielen Kommunen als Vorbild dienen darf.


Zwischendurch gab es immer wieder auch die Gelegenheit sich hinzusetzen, was gerne angenommen wurde. Das Wohnviertel lieferte auch überraschende Ein- und Anblicke, sowie am Öresund einen tollen Ausblick auf Kopenhagen und natürlich die weltberühmte Öresundbrücke (deren Überfahrt wir Morgen angehen – ein eher teures Vergnügen).


Nicht fehlen durfte natürlich auch ein köstliches Mittagessen (das hatten wir uns aber auch verdient), welches aufgrund des stabilen Wetters im Freien genossen werden konnte. Die Bedienung Sissi war ausgesprochen freundlich und trotzdem schnell – wir wollten ja im Anschluss noch mehr sehen von dieser faszinierenden Stadt (auch wenn sich die Abfahrt aus nicht näher zu erwähnenden Gründen um 7 Minuten verzögerte…).


Bemerkenswert in Malmö ist auch, dass es einen kleinen Marktplatz in der Stadt gibt, und einen großen Marktplatz in der Nähe des Hafens. Selbstverständlich gibt es in dieser modernen Stadt auch wunderbare, historische und alte, sehenswerte Gebäude (inklusive einer ausrangierten Telefonzelle). Der Besuch der Innenstadt mit dem historischen Zentrum und der Fußgängerzone war der krönende Abschluss einer grünen und lebenswerten Stadt, die uns alle sicherlich positiv überrascht hat. Zurück im Bus kam dann auch der schon viel früher angekündigte Regen, wir hatten wieder einmal richtig Glück mit dem Wetter und ein perfektes Timing.