Adria Ost – Tag 19: Ausflug Koman Lake mit Mittagessen

Heute stand ein ganz besonderes Erlebnis auf dem Programm – unser Ausflug auf den Koman-Stausee, eines der landschaftlichen Highlights Albaniens. Bereits um 08:00 Uhr starteten wir mit dem Bus in Richtung Anlegestelle.


Die Fahrt führte uns durch eine beeindruckende Berglandschaft, vorbei an kleinen Dörfern und entlang enger Straßen mit spektakulären Ausblicken. Teilweise waren die Straßen nicht asphaltiert, voller Schlaglöcher und glichen eher einer Schotterpiste – ein kleines Abenteuer, das die Fahrt zusätzlich spannend machte.

Durch einen Tunnel erreichten wir schließlich den Staudamm und damit den Ablegehafen, von dem unser Ausflug startete.

Am See angekommen, bestiegen wir unser Ausflugsschiff. Die Fahrt über den Koman-Stausee ist ein unvergessliches Erlebnis: Wie ein norwegischer Fjord schlängelt sich das smaragdgrüne Wasser durch steile, schroffe Felswände. Immer wieder eröffneten sich neue Panoramablicke, die zum Staunen einluden.

Dann erklärte uns der Bootsmann, dass der Stausee zu dieser Jahreszeit wenig Wasser führt – etwas, das uns bereits aufgefallen war. Im Herbst und Winter wird das Wasser durch den Staudamm abgelassen, um Überschwemmungen zu vermeiden. Doch aktuell herrscht das gegenteilige Problem: zu wenig Wasser.


Wir fuhren vorsichtig weiter, doch irgendwann passierte das Unvermeidliche: Wir setzten auf und steckten fest. Kurzerhand kam ein weiteres Boot zur Hilfe und schleppte uns heraus. Eine Weiterfahrt mit unserem Boot war jedoch nicht möglich, also gingen wir an Land. Auf der anderen Seite wartete bereits ein Ersatzboot, mit dem wir unsere Fahrt fortsetzen konnten.

Doch auch hier wurde es bald wieder knapp: Wir mussten erneut aussteigen, ein Stück über Land laufen und danach wieder einsteigen. Unser Ersatzboot wurde unter Einsatz vieler helfender Hände im seichten Wasser gezogen und geschoben, sodass wir Stück für Stück weiterkamen. Dank dieses großartigen Teamwork erreichten wir schließlich unser Ziel – das Restaurant am Seeufer –, wo wir unser wohlverdientes Mittagessen genießen konnten.


Gut gestärkt traten wir am Nachmittag die Rückfahrt an. Wir mussten nur einmal umsteigen, bevor es mit dem Bus wieder Richtung Shkodar ging.


Am Abend erreichten wir wieder unser Camp am Skutarisee – müde, aber voller schöner Eindrücke von einem Tag, der ganz sicher zu den Höhepunkten unserer Reise zählt.