Rumänien-Bulgarien – Tag 20: Stadtrundfahrt Sofia

Heute besichtigen wir die Hauptstadt Sofia. Der Bus holt uns um 8:30 Uhr am Campingplatz ab. Es war nachts mit + 4 Grad recht frisch, der Tag ist aber voll sonnig und warm. Bei der Stadtrundfahrt haben wir einen ersten Eindruck von dieser Millionenstadt mit ca. 1,2 Mio. EW. Die Stadt bietet uns eine Menge von Sehenswürdigkeiten. Als erstes kommen zum höchstgelegenen Punkt der Stadt und zur bekanntesten und prachtvollsten Sehenswürdigkeit von Sofia, der 1912 erbauten Alexander-Nevski-Kathedrale. Sie wurde als Denkmal erbaut, für den Dank an das russische Volk. Haben doch die russischen Truppen das Land von der osmanischen Herrschaft befreit! Die prachtvolle Gestaltung setzt sich im Inneren fort.


Moschee Banja Baschi ist eines der wenigen erhaltenen osmanischen Bauwerke der Stadt, aber auch gleichzeitig eines ihrer Wahrzeichen. Sie wurde 1576 von Hadschi Mimar Sinan, der auch die Moschee Selims II in Edirne schuf, erbaut.


Direkt hinter der Moschee befindet sich das sog. Sofioter Mineralbad. Es diente lange Jahre als öffentliches Badhaus. Seit 2015 befindet sich hier das Museum der Geschichte von Sofia. Beeindruckend ist die mit bunten Keramikfliesen verzierte Fassade.


Direkt gegenüber der Moschee befindet sich die 1911 in Jugendstilarchitektur errichtete Zentrale Markthalle. Über 100 Läden mit verlockenden Angeboten laden zum Genießen ein. Die grüne Stahlkonstruktion im Inneren erinnert an die Markthalle in Budapest.


Die kleine von außen unspektakuläre Kirche Sveta Petka Samardschiska wurde im 14. Jhd. erbaut und enthält jüngst freigelegte Wandmalereien, z.T. schon aus dem 15. Jhd.. Man hat den Eindruck daß das kleine Kirchlein von der Stadt verschluckt wird.


Gegenüber befindet sich ein neues Wahrzeichen der Stadt: Die Statue der heiligen Sofia, mit einer Krone in Form einer befestigten Stadtmauer und einer Eule auf dem Arm, als Zeichen von Weisheit.


Im Innenhof des Sheraton-Hotels entdecken wir das älteste Bauwerk Sofias aus dem 4. Jhd., die Rotunde Sveti Georgi. Man vermutet, daß es sich ursprünglich um eine römische Kultstätte handelte. Unmittelbar daneben wurde auch eine alte römische Straße freigelegt sowie Röhren eines antiken Wasserversorgungssystems.


Am Sveta Nedelja Platz steht die gleichnamige Kirche. Hier wurde 1925 ein Attentat auf Zar Boris III. verübt, das dieser unbeschadet überstand. Bei der Explosion starben 128 Menschen.


Am Boulevard Vitosha, der lebhaftesten Geschäftsstraße Sofias, mit teuren Geschäften und Boutiquen sehen wir das von zwei steinernen Löwen bewachte Justizgebäude der Stadt.


Der eher schmucklose Amtssitz des Präsidenten ist nur durch die beiden Wachsoldaten, die vor dem Gebäude stehen, als solcher zu erkennen.


Gegenüber dem Sitz des Präsidenten befindet sich das archäologische Nationalmuseum. Der Bau war ursprünglich ein Moschee aus dem Jahre 1494.


An der anderen Seite des Platzes befindet sich das ehemalige Parteigebäude der kommunistischen Partei Bulgariens. Es ist heute ein monumentales Symbol vergangener Herrschaft.


An die Rückseite des archäologischen Museums schließt sich der riesige Gebäudekomplex der bulgarischen Nationalbank an. Gegenüber ist der Stadtpark von Sofia mit Grünanlagen und Springbrunnen, ein Ort zur Erholung.


Der Park wird optisch beherrscht vom 1906 erbauten Nationaltheater Ivan Vasov. Das Gebäude im klassizistischen Stil wird von einem prächtigen Haupteingang geprägt. Es ist heute das Opernhaus.


Das ehemalige Zarenschloss beherbergt heute die Nationale Kunstgalerie und das Ethnografische Museum.


Sehr schön ist die kleine russische Sveti-Nikolai-Kirche. Im russischen Baustil wird sie von vier Zweibelkuppeln umgeben und eine Mittelkuppel, alle vergoldet! Ein wahrhaft goldener Glanz!


Anschließend genießen wir gemeinsam unser 3-Gänge-Menü in einem vornehmen Restaurant in der Innenstadt.


Bis uns der Bus wieder abholt, hat jeder ausreichend Zeit um die Innenstadt zu erkunden oder einfach nur die vielen Geschäfte anzuschauen. Wir lernen Sofia als eine sehr gepflegte und interessante Großstadt kennen, die den Vergleich mit westeuropäischen Großstädten nicht zu scheuen braucht.


Am Nachmittag lädt uns Gert zu einem Geburtstagsumtrunk ein. Dieser Einladung kommen natürlich alle gerne nach bis uns die kalte Nachttemperatur in die Wohnmobile treibt.