Unser Morgen hat in Tarifa etwas früher begonnen und die meisten Gäste waren auch fleißig am Vorbereiten, um rechtzeitig am Fährhafen in Algeciras einzutreffen. Manche haben es etwas entspannter angehen lassen, waren aber trotzdem rechtzeitig vor Ort. Auf der relativ kurzen Strecke hatten wir aufgrund des Wochenendes wenig Verkehr und einige haben sich dem Reiseleiter angeschlossen – wobei geführte Touren eigentlich nicht Kolonnen fahren sind. Auf dem Weg zur Fähre ist man damit aber vielleicht doch eher auf der sicheren Seite. Im Hafengelände eingetroffen hatten wir dann noch viel Zeit, um entweder zu frühstücken, den einen oder anderen Plausch zu halten, oder auch mal einen Blick bei den „Nachbarn“ ins Wohnmobil zu werfen.
Auch war unschwer zu erkennen, dass die Palette der Wohnmobile auf unserer Reise doch auch variantenreich ist.
Nach kurzer Fahrt mit der Fähre durch die Straße von Gibraltar empfing uns der neue Container-/Fährhafen Tanger Med bei Tanger, der „weißen Taube auf der Schulter Afrikas“. Das Ziel war Asilah am Atlantik mit seiner gut erhaltenen Medina und Stadtmauer mit Wehrtürmen. Doch zunächst durften wir, in Marokko gut angekommen, erst einmal durch die vielen, und zum Teil zeitintensiven Kontrollen, bevor wir den Hafen verlassen konnten.
Unterwegs nach Asilah gab es Radarkontrollen, eine Tankstelle ohne Diesel und eine Ziegenherde, die gemütlich die Straße querte – einfach typisch Marokko. Auf unserem Campingplatz angekommen, begrüßt uns persönlich unser erfahrener marokkanischer Begleiter. Erfahrungsgemäß gibt es dann immer gleich viele Fragen und erste kleine Herausforderungen, die unterwegs zu bewältigen waren. Natürlich war die Frage nach einer marokkanischen SIM‑Karte immer wieder gerne genommen. Nachdem wir alle Fahrzeuge bestmöglich aufgestellt hatten, konnten wir gemeinsam aufbrechen, um in Asilah die erste marokkanische Stadt mit ihren vielfältigen schönen Eindrücken zu erkunden. Wobei – gemeinsam stimmt nur fast, da Nicole und Manfred doch lieber erst einmal in Ruhe etwas essen wollten und auf den Besuch von Asilah verzichtet haben. Als Entschädigungen bekommen Sie natürlich unsere schönen Fotos, damit Sie jetzt im Nachgang Ihre Entscheidung nochmals verifizieren können. Mit den bestellten Taxis ging es ins nahe Asilah.
Asilah ist eine charmante und kunstgeprägte Küstenstadt am marokkanischen Atlantik, etwa 40 bis 50 Kilometer südlich von Tanger. Die kleine Stadt mit rund 35.000 Einwohnern gilt als eine der ruhigsten, saubersten und gepflegtesten Medinas des Landes. Sie fasziniert durch ihre weiß getünchten Häuser mit blauen Akzenten, monumentale portugiesische Stadtmauern aus dem 15. Jahrhundert und eine lebendige Open-Air-Kunstszene.
Ein besonders schöner Ausblick bot sich uns am späten Nachmittag von der Stadtmauer zum Meer. Vor der Rückfahrt nutzten wir einen günstigen Kurs zum Geldwechseln und natürlich durfte der klassische Pfefferminztee nicht fehlen – so viel Zeit muss sein. Wir konnten währenddessen von unserem Sitzplatz wunderbar das geschäftige Treiben auf den Straßen beobachten.
Zurück am Platz war es Zeit für unsere Fahrtagsbesprechung und natürlich ein wohlverdientes Abendessen – auch das im inzwischen gewohnten marokkanischen Tempo, dafür lecker. Wir freuen uns schon auf die nächsten Tage und sind froh sowie neugierig, was uns in diesem faszinierenden Land noch erwartet.

















