Elbe II – Tag 5: Stadtbesichtigung Wittenberg

Wir haben nur eine kurze Busfahrt, um unseren Stadtführer in Wittenberg, eine sehr hübsche Stadt, zu treffen.

Wir gehen von einem Ende der Stadt bis zum anderen. Mal wird gelaufen, oft gestanden, um den vielen, aber interessanten Erzählungen und Erklärungen unseres sehr belesenen Stadtführers zu lauschen. Und wir wandern von Ort zu Ort der Geschehnisse um Luther und seine Zeitgenossen. Gleich zu Beginn stehen wir vor dem einstigen kurfürstlichen Residenzschloss. Es wurde im Siebenjährigen Krieg schwer beschädigt, wurde umgebaut zur Festung und verlor seinen ursprünglichen Baustil. Das neue Äußere ist Geschmackssache, es ist vielleicht der Zeit seiner damaligen Neugestaltung geschuldet.

Damit verbunden ist die Schloss- oder Lutherkirche, der Reformator ist in ihr begraben. Sie gilt als Gedächtniskirche der Reformation und wurde im Inneren neu gestaltet. An ihre 1760 verbrannte Holztür soll Luther als Mönch seine 95 Thesen angeschlagen haben. 1858 wurde dann eine neue bronzene Tür eingesetzt, auf der man die Thesen in lateinischer Schrift nachlesen kann.


Wittenberg ist eine sehr hübsche, lebhafte Stadt mit schönen Hausfassaden und berühmten Stätten. Vor dem Rathaus steht Luthers Statue. Auch vor dem Haus, das Luthers Weggefährte und Lektor Philipp Melanchthon von 1508 – 1546 bewohnte bekommen wir Erläuterungen.


Natürlich müssen wir auch zur Predigtkirche Luthers. Es ist die gotische Stadtkirche St. Marien, man nennt sie auch die Mutter der Reformation. Wir gehen hinein und sehen den berühmten dreiflügeligen Altar von Lucas Cranach.


Auf dem urigen Kirchplatz sehen wir direkt neben der Kirche auch noch eine sehr alte Beerdigungskapelle. Und weiter geht’s zur Wirkungsstätte von Lucas Cranach. Auf dem Weg dorthin amüsiert uns ein lustiger Werbespruch vor einem Geschäft – er passt ganz gut für Campingtouren, finde ich!


So, die letzte Station unserer Besichtigungstour ist in Sicht:
Das Lutherhaus!
Es entstand im 16. Jahrhundert und war zunächst das Bettelordenshaus der Augustiner-Eremiten. Martin Luther lebte und arbeitete hier mit seiner Frau Katharina von Bora vom Jahre 1508 bis zum Jahre 1546.


Eine interessante Führung ist zuende gegangen. Noch ein letzter Blick auf eine schöne Hausfassade, und dann geht’s zurück zum Camp mit dem Bus.